Performance Management
Performance Management - eine Methode zur kontinuierlichen Verbesserung.
Viele Organisationen begehen den großen Fehler, ein Leistungsdefizit auszugleichen, indem sie ihre Mitarbeiter durch kostspielige Schulungs- und Trainingsmaßnahmen qualifizieren und anschließend feststellen müssen, dass sich die Leistung nicht verändert hat. Wenn es gilt, Leistungsergebnisse von Mitarbeitern zu verbessern, ist es nicht sinnvoll, lediglich Maßnahmen zur Verhaltensänderung einzusetzen, die an der Person anknüpfen. Denn oft liegen die Ursachen von Leistungsdefiziten nicht in der Mitarbeiterqualifikation, die durch derartige Trainings verbessert wird.
Aus der Verhaltenspsychologie wissen wir, dass Verhalten eine Funktion aus Persönlichkeit und Umfeld ist. Das Leistungsverhalten (L) der Mitarbeiter ist somit eine Resultante aus der Person (P) und der Umwelt (U): L = F(P,U). Erst die richtig gestaltete Umwelt macht es möglich, dass der einzelne seine Fähigkeiten und Fertigkeiten entfalten kann, dass er bereit ist, diese in das Unternehmen einfließen zu lassen und dass seine Leistung nicht in der Organisation und den Prozessen untergeht, sondern einen wirklichen Gewinn für das Unternehmen darstellt.
Wenn man daher als Manager über Massnahmen zur Leistungsverbesserung nachdenkt, ist neben den Personen immer auch deren Umfeld zu berücksichtigen. Im Blickpunkt der Überlegungen muss daher immer die ganze Organisation stehen. Die Analyse beginnt dabei mit der Festlegung des gewünschten Ergebnisses, dass heißt der Soll-Zustand muss festgelegt werden, bevor man zu handeln beginnt. Erst wenn der Soll-Zustand exakt definiert ist und verglichen mit dem Ist-Zustand eine Differenz ergibt sowie eine umfassende Ursachenanalyse Ansatzpunkte für die Verbesserung der aktuellen Leistung ermittelt hat, kann an einen Lösungsansatz gedacht und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Die eingeführten Maßnahmen sind dabei einer ständigen Evaluation zu unterziehen. Die Evaluation zeigt zum einen die noch verbleibende Differenz zwischen dem Soll und Ist-Zustand auf, zum anderen gibt sie den Impuls erneut über den tatsächlichen Bedarf nachzudenken. Es entsteht somit ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.